Gute Schulzeit Teil 1: Ein Blick zurück

Andrea Lawlor

Bild von Kranich17 auf Pixabay

Ist die Schulzeit heute ein gesunder Lern- und Entwicklungsraum oder eine ausbremsende Bewertungsmühle? In dieser kleinen Blogreihe soll es darum gehen, wie Akteure aus dem Schulumfeld das System Schule zu einem besseren und gesünderen Ort machen können. Zuerst werfen wir dazu einen Blick zurück und fragen uns: Was ging früher häufig schief?

Versetze Dich doch mal in Dein früheres Ich und denke Dich in Deine erlebte Schulzeit zurück. Wie war das damals, als Du zur Schule gegangen bist? Vielleicht nimmst Du bei diesem Gedankenspiel verschiedene Gefühle wahr, etwa:

  • Widerwillen: „Och nö, doch nicht das jetzt – ich bin so froh, dass ich die Zeit hinter mir habe“
  • Neugier: „Gute Idee, das habe ich schon lange nicht mehr gemacht“
  • Freude: „Oh ja, gerne – das war einfach ’ne tolle Zeit.“

Wie auch immer Dein individueller Rückblick aussieht: Uns alle vereint vermutlich die Erinnerung, dass Schule einen immensen Einfluss auf uns und unser Leben hat. Und es vereint uns vielleicht auch das Erleben, dass Schule einteilt in „Gewinner“ und „Loser“ (und je nachdem auf welcher Seite Du standest, war es eben einfacher oder auch schmerzlicher, die Schulzeit zu bewältigen). Was Schule also fast von Anfang an mit jedem von uns machte: Man wurdest bewertet – in Mathe, Deutsch, Englisch, Sport u.v.m.

Schule bewertet Dich als Menschen

Und darin liegt eine wesentliche Funktion, die Schule früher (und leider meist auch noch heute) vornimmt: DU wirst (als Mensch) bewertet. Die Grenzen sind fließend.

Kleines Beispiel dazu: Deine Fähigkeiten in Mathe ließen Dich nicht als Mathegenie daherkommen, aber Mathe stand an Deiner Schule ganz weit oben auf der Gewinnerskala? Leider eine fatale Kombination, denn das ging dann in vielen Fällen mit einer Abwertung Deiner Person einher: „Die/der kann kein Mathe? Na, was kann der/die denn dann schon?“

Und Mathe kannst Du hier gerne durch jedes x-beliebige Fach tauschen. Ok, im besten Fall hattest Du eine/n umsichtige/n Lehrerin oder Lehrer, die/der sich davon nicht blenden ließ, Dich als Mensch nicht auf Deine Mathekenntnisse reduziert hat und Dich nicht in die Loser-Schublade packte. Leider war das zumindest früher im klassischen Schulsystem und in vielen Fällen eher eine Ausnahme als der erlebte Alltag. Vielleicht fallen Dir gerade noch viele weitere Beispiele ein, positive wie negative.

Schulerleben wirkt sich aus

Eins steht fest: Schule macht etwas – sogar ziemlich viel – mit uns. Daher ist sie auch so wichtig: für uns als Mensch und für die Gesellschaft, denn die Schüler:innen von heute sind die Gestalter unserer Gesellschaft von morgen. Und genau deshalb widmen wir von 2care uns einem unserer Herzensthemen: der guten gesunden Schule. Dazu schauen wir jedoch nicht zurück, sondern gesund nach vorne und laden Dich in Teil zwei dieser kleinen Blogartikelreihe zum Thema „Gute Schule“ auf eine kleine Gedankenreise ein. Lies hier Teil zwei![1]


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