Plötzlich Führungskraft! Meistens braucht es einige Zeit, bis man sich in die neue Rolle als „Chef“ eingefunden hat. Sorgen oder Unsicherheiten sind da ganz normal! Diese drei Impulse für ein gesundes und souveränes Führungsverständnis helfen Dir, viel ruhiger in deine neue Position zu starten.  

Wenn Du diese Punkte beherzigst, bleibst Du authentisch und leistungsfähig und kannst ruhig und besonnen in den neuen Berufsabschnitt starten.

1. Führung fängt immer mit einem JA zu sich selbst an!

Die Berechtigung zur Führung kannst nur Du Dir selbst geben. Denn: Wie sollen Dir andere Menschen die Berechtigung geben, wenn Du sie nicht schon selbst ausstrahlst? Führung entsteht also im Wesentlichen aus einer inneren Haltung – einer Selbstführung – die u.a. davon lebt, sich so anzunehmen, wie man ist.

Dabei geht es nicht darum, perfekt zu sein oder so gut zu sein, wie der/die Vorgänger:in, sondern vielmehr darum, mit der eigenen Persönlichkeit die Rolle authentisch zu bestücken. Und das kommt an! Denn sobald Du Dir selbst die Berechtigung, also das JA zu Dir als Führungskraft gibst, spüren das auch Deine Mitarbeitenden!

Übrigens: es ist nie zu spät, JA zu sagen. Auch erfahrene Führungskräfte stehen manchmal vor der Situation, an sich selbst bzw. den eigenen – oft übersteigerten – Ansprüchen zu scheitern. Wenn Du das auch bei Dir selbst spürst, dann lade ich Dich ein, Dein JA zu Dir als Persönlichkeit mit allen Talenten, Ecken und Kanten aufzufrischen.

2. Lebe vor, was Du Dir von anderen wünschst!

Oder auch: erwarte nicht von anderen, was Du selbst nicht bereit bist, zu leben. Gerade beim Thema Erwartungen nehme ich im Kontakt mit Führungskräften und deren Teams immer wieder ein Vakuum zwischen geäußerten und unausgesprochenen Erwartungen wahr – sowohl auf Seite der Führungskraft als auch auf der des Teams. Dieses Vakuum entsteht in 99% der Fälle aus mangelnder Kommunikation.

Ein Beispiel: Da wünscht sich die Führungskraft Mitarbeitende, die klar sagen, was ihnen wichtig ist, kommuniziert aber selber nicht eindeutig und klar, welche Erwartungen sie an das Team bzw. an jede/n Einzelne/n des Teams hat. Ein wunderbarer Nährboden für Konflikte!

Um diesen so gering wie möglich zu halten, kläre in Eins-zu-eins-Gesprächen mit jedem Mitarbeitenden glasklar die Erwartungen, die Du an ihn/sie hast und hole Dir ebenso ab, welche Erwartungen der- bzw. diejenige an Dich als Führungskraft hat.

So haben versteckte Erwartungen keinen Platz, um zum Energiefresser zu werden. Im Übrigen können Deine Mitarbeitenden am besten gute Ergebnisse liefern, wenn sie im Detail wissen, was von ihnen erwartet wird.

3. Beteiligung als Hebel für Motivation und Entlastung!

Gott sei Dank musst Du als Führungskraft weder alles wissen noch selber machen. Du darfst also auch mal „Nein“ sagen. Denn entscheidend ist nicht, dass Du immer „Ja“ sagst bzw. die Antwort oder Lösung kennst. Im Gegenteil, viele Mitarbeitende wollen ihren Teil zu einem Thema, einem Problem beitragen.

Also nutze dieses Potenzial und biete Deinen Mitarbeitenden regelmäßig die Gelegenheit an, sich aktiv an Projekten und Entscheidungen zu beteiligen. Natürlich kannst Du niemanden zwingen, aber manch ein introvertiertes Teammitglied vermag mit einem Mal aufzublühen, wenn Du ein urteilsfreies, offenes Forum für den Austausch von Ideen schaffst.

Ich habe immer wieder beobachtet, dass Nachwuchsführungskräfte Gefahr laufen, aus Unwissenheit oder auch Übermut im eigenen Kämmerlein falsche Entscheidungen zu treffen. Wenn Du also erfahrene Teammitglieder im Vorfeld miteinbeziehst, um damit eine sichere und erfolgreiche Entscheidungsgrundlage zu schaffen, hast Du eine der wichtigsten Führungskompetenzen gemeistert: echte Beteiligung!

Das ist gelebte Wertschätzung, die Vertrauen schafft – und Vertrauen ist bekanntermaßen einer der wichtigsten gelebten Werte, der eine gute und wirksame Führungskraft auszeichnet.

Fazit: Führen ist Dialog – innen wie außen

Damit Dir der Rollenwechsel zur Führungskraft wirkungsvoll gelingt, kannst Du also einige Aspekte beachten und in Deinem Vorgehen berücksichtigen. Im Vordergrund steht bei allem: Gehe mit Dir als Person nicht zu hart ins Gericht, gib Dir selbst die Berechtigung, als Führungskraft tätig zu sein und sprich frühzeitig Erwartungen an.

Ich wünsche Dir und Deinem Team viele gemeinsame Erfolgserlebnisse und gutes Gelingen, Dich selbst und die Menschen souverän und authentisch zu führen.

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