Achtsames Zuhören ist der Schlüssel für eine bewusste, wertschätzende und zielführende Kommunikation. Und wirklich jede und jeder kann es erlernen! Wir haben drei Ideen für Dich gesammelt, mit denen Du sofort besser Zuhören lernst.

Idee Nr. 1: Bewusst Atmen

Es klingt vielleicht ungewöhnlich, wenn wir über Kommunikation sprechen und mit dem Thema Atmen zu beginnen. Doch genau damit gehst Du den ersten entscheidenden Schritt. Durch das achtsame, bewusste Atmen entspannen sich Körper und Geist. Und wenn wir entspannt sind und uns gut fühlen, können wir uns auch wesentlich leichter auf das Gegenüber einlassen.

Lenke dazu, bevor Du bspw. in ein Gespräch, in eine Sitzung oder ans Telefon gehst oder auch wenn Du eine E-Mail beantworten möchtest, Deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf Deinen Atem und nimm zwei bis fünf tiefe Atemzüge. Nimm dazu wahr, wie bei jedem Einatmen Luft durch die Nase einströmt, wie sich dabei die Bauchdecke hebt und wie die Luft beim Ausatmen durch den leicht geöffneten Mund wieder

 ausströmt (gerne kannst Du dabei, wenn möglich, auch Deine Augen schließen und Deine Hände auf Deine Bauchdecke legen).

Diese Übung ist so effektiv wie simpel, denn nichts bringt Dich so schnell in die Gegenwärtigkeit, wie Dein Atem. Und gegenwärtig sein beruhigt unseren Körper und Geist!

Eine andere sehr wirksame Atemübung die innere Balance fördert, findest Du als Audiodatei euch hier:

Idee Nr. 2: Mit einer Begrüßung den Boden bereiten

Wie kommst Du an Deinen Arbeitsplatz? Lächelst Du, wenn Dir jemand begegnet oder grüßt Du ihn/ sie? Die ersten Minuten sind oft entscheidend für die Stimmung des ganzen Arbeitstages. Vielleicht hält Dich manchmal Dein Gedankenkarussell davon ab, die anderen um Dich herum wahrzunehmen. Du bist in Gedanken bereits beim gleich anstehenden Meeting oder ähnliches.

Um Dich zu fokussieren, kannst Du den Weg zur Arbeit als Anker nutzen, in dem Du achtsam atmest. Vielleicht wird es sogar eine Art Ritual, das Dir – je häufiger Du es zelebrierst – immer mehr Kraft und Halt gibt. Und je öfter Du Deinen Weg achtsam gestaltest, desto klarer wird Dein Geist, mit dem Du an Deinem Arbeitsplatz ankommst.

Idee Nr. 3: Besprechungen achtsam beginnen

In der Regel führt unsere Art, bei Arbeitsbesprechungen zu kommunizieren, oft zu Anspannung, Stress oder Konflikten. Geht Dir das auch so? Ein Grund dafür mag sein, dass viele von uns von Termin zu Termin hetzen und somit bereits unruhig oder zerstreut und damit eben alles andere als entspannt und fokussiert ankommen.

Daher ist es hilfreich, zum Beispiel am Anfang einer jeden Besprechung ein paar (3 – 5) Minuten für ein stilles gemeinsames Sitzen einzuplanen, damit jede/r für sich ankommen, sich sammeln und fokussieren kann. In manchen Unternehmen, die ein achtsames Miteinander leben, erklingt bspw. zu Beginn eines jeden Meetings ein Gong, der daran erinnert, zum eigenen Atem zurückzufinden und zur Ruhe zu kommen. Nach dieser Zeit der Stille startet dann das Meeting mit neuer Fokussierung.

Vielleicht denkst Du jetzt „Gong – gute Idee, doch so weit sind wir in unserem Team noch nicht“. Dann sorge zunächst für Deine eigene innere Fokussierung und Deine ganz persönliche Zeit der Stille, indem Du einfach ein wenig früher im Besprechungsraum erscheinst oder Dich entspannst und auf Deinen Atem konzentrierst, bevor Du Dich zu einem Online-Meeting einloggst. Das musst Du den anderen weder sagen noch erklären. Tue es einfach und erfreue Dich am Nutzen dieser Übung!

Vielleicht kannst Du Dir dann auch vornehmen, in dem jeweiligen Meeting achtsames Zuhören zu praktizieren und die anderen wirklich ausreden zu lassen, ohne sie zu unterbrechen.

Jeder Schritt tut gut!

Wie auch immer Dein Weg des achtsamen Zuhörens und des achtsamen Miteinanders aussieht: Nimm jeden Deiner Schritte bewusst und achtsam wahr. Es gibt dabei kein richtiges oder falsches Tempo – es gibt nur DEIN Tempo! Und wann immer Du daran denkst, bewusst zu atmen, bevor Du (auf welchem Kanal auch immer) mit jemandem kommunizierst, umso mehr schulst Du Deine Achtsamkeit. Davon profitierst nicht nur Du selbst, sondern auch Dein Umfeld!

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